Tag 35 - Vorbereitung Riverdance Weltrecord

Hallo...


Eigentlich bin ich ja auch mal gewillt, ein wenig Geld unter die Leute zu bringen und so entschlossen wir uns heute zu Zweit in die Stadt zu ziehen und ein wenig bummeln zu gehen. Naja es gibt schon ein paar nette Laeden aber abgesehen davon, dass es schon geschmackstechnisch immer sone Sache ist, kommt hier auch noch das Problem der Groessen erschwerend hinzu. Meine Guete ich habe dazu im Nachhinein 2 Theorie aufgestellt. Siehe gestern unter dem Motto: Nicht alles Sonnenschein (Teil 3) .

Desweiteren....

Morgen versucht Riverdance zusammen mit möglichst vielen Menschen die längste tanzende Menschenkette der Welt zu bilden und damit den Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde zu schaffen. In diesem Sinne laufen in der Stadt die Vorbereitungen schon auf Hochtouren. Weil wir uns dieses Spekatel natuerlich nicht entgehen lassen wollen, machten wir uns heute Mittag auf in Richtung Stadt. Im Merrion Square war eine grosse Buehne aufgebaut, auf der eine Band fuer typisch irische Musik sorgte. Die Leute auf der Strasse wurden dazu eingeladen unter Anleitung sich einmal selbst im Riversdance zu probieren. Die Stimmung war ausgelassen und erstaunlich viele liessen sich zu einem Taenzchen motivieren. So verbrachten auch wir einen Teil des heutigen Nachmittags bei knalliger Sonne im Park unter froehlich tanzenden Leuten.

LG Amy

*knallige Sonne, 28 Grad

Tag 33/34 - Nicht alles Sonnenschein (Teil 3)

Hallo,

unter dem Motto " Nicht alles Sonnenschein" moechte ich euch heute wieder einmal von Dingen berichtet, die in ihren Einzelheiten nicht sonderlch erwaehnenswert scheinen, aber trotzdem mit netten Anekdoten den Alltag erheitern lassen.

6. Gruenes Grass = alle alle
Ganz im Gegenteil zu der Ueberschrift dieses Bloges kann ich euch versichern, dass in Irland die Sonne, mehr als es sich vermuten laesst, scheint. Tatsaechlich kann ich behaupten, dass es mir schwer fällt mich überhaupt an irischen Regen zu erinnern . Selbst die Iren scheinen von diesem Sommerphaenomen=Sonne mehr als ueberrascht und beeindruckt zu sein. Immer wieder hoert man, dass es solch einen Sommer hier wohl noch nie gegeben hat. Welch ein Glueck fuer mich. Doch was bringt ein schoener Sommer so mit sich abgesehen von KEINEM REGEN? Richtig, SONNE. Und was passiert mit den Iren wenn die Sonne scheint? Wieder richtig, sie nehmen am gesamten Koerper die Farbe ihrer Haare an und das obwohl sich in den hiesigen Supermärkten bemerkenswerte Weise auffällig viel Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 verkauft. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich dies in vergleichbare Menge so schon einmal bei meinen geografisch südlicher gelegenen Urlauben gesehen hätte.

7. Einkaufen
In der Regel gibt es ja zwei Arten von Standardeinkaeufen, die man so regelmaessig macht. Zum einen der Einkauf von Lebensmitteln, zum anderen der Erwerb von Kleidung.
Zu den Nahrungsmitteln moechte ich mich an dieser Stelle nicht weiter aeussern. Beim Bummeln in der Stadt hingegen ist mir mal wieder so einiges aufgefallen. Wichtige Schlagwoerter dabei sind: wenig Geschmack, kein Geschmack, Geschmacksverkalkung und Groessenwahnsinn. Folgende zwei Theorien habe ich fuer die hiesigen Frauen aufgestellt....
1. Die Frauen und Maedels sind hier deshalb alle so monumental, weil sie sonst hier gar keine passende Kleidung zu Kaufen bekommen, denn ohne zu ubertreiben haengen hier auf den Kleiderstangen 10 mal Groesse 58 ; 7mal  56... und das kleinste ist ne L . Wie geht das? Sorry Jungs das ihr gerade nen bisschen raus seit. 

2. Die Frauen und Maedels sind deshalb hier immer leicht presswurstartig angezogen weil sie sich einfach die kleinen Sachen kaufen und deshalb ist fuer normalos nichts mehr zu bekommen. 

8. Fahrstühle

Auch eine vergleichsweise unspektakuläre Fahrt mit dem Fahrstuhl bietet tatsächlich Berichungspotenzial. So fuehlt man sich zum einen als wuerde man per Warpgeschwindigkeit an sein Wunschziel gebeamt werden, gleichzeitig quatscht einem der Fahrstuhl aber auch wirklich einen Knopf an die Backe. 

...doors opening...
...going up...  oder wahlweise   ...going down... je nach dem wo man raufgedrueckt hat um den Fahrstuhl zu rufen
...doors closing...
...going up... oder wahlweise ...going down... je nachdem wohin man sich nach dem Einsteigen entscheidet hin zu wollen
...x floor ...
...doors opening...
und hat man den Fahrstuhl dann verlassen  hoert man im weggehen natuerlich noch folgendes:
... going uo... oder wahlweise ...goning down... je nachdem wohin die Reise weitergeht
...doors closing...
RUHE

LG Amy

* sonnig, 26 Grad

Tag 31/32 - Halbzeitfazit

Hallo!

Am Wochenende war ja nun Halbzeit meines Dublin-Abenteuers. Die ersten 4 Wochen waren aufregend und spannend. Viele neue Eindruecke liessen die Zeit schnell vorrueber ziehen und die Gedanken an zu Hause rueckten eher in den Hintergrund. Doch nun kehrt auch hier langsam der Alltag ein. Nach der Arbeit sind wir entweder zu ko um noch etwas zu unternehmen oder wissen nicht mehr so recht was wir uns in der Stadt noch anschauen sollen, da alle wichtigen Punkte abgegrast zu sein scheinen. In den Appartments hat sich jetzt scheinbar ebenso ganz gut geklaert wer mit wem kann und mit wem nicht. Also auch dieser spannende Punkt ist abgehakt. Auch ist der Arbeitsalltag relativ unspektakulaer geworden. Am Morgen bearbeiten wir ganz rutiniert die schriftlichen Anfragen der Kunden und nach der Mittagspause geht es dann an den Telefonsupport. Keiner von uns hat damit noch grosse Probleme. Es gibt halt mal gute und mal weniger gute Anrufe. Falls es Verstaendnissschwirigkeiten oder technische Fragen gibt, helfen wir uns wie selbstverstaendlich gegenseitig. Auch der Chef hat uns in einem Halbzeitfeedbackgespraech zu verstehen gegeben, dass er sehr zufrieden mit uns ist. 
Nichtsdestotrotz muss ich zugeben, dass diese Woche die Erste ist, in der auch ich mal bewusst angefangen habe nachzurechnen wie viele Tage es noch bis zum Heimflug sind. Ich freu mich einfach tierisch auf mein eigenes kuschliges, weiches, gemuetliches Bett, auf gute Hausmannskost und besonders auf meine Liebsten. 

Die Rechtschreibfehler baue ich uebrigens mit Absicht in diesen Blog ein, durch diese ist es mir moeglich Feedback zu meinem Geschriebenen zu bekommen und somit zu sehen wer eigentlich meinen Blog verfolgt. Von Einigen weiss ich, dass sie regelmaessig nach meinen Abenteuern schauen, von anderen, dass sie lediglich die Bilder auf sich wirklich lassen. Aber auch das ist besser als gar nichts. Durchaus kann ich naemlich auch sagen, dass ich von einigen Leuten mehr oder ueberhaupt Kontakt zu mir erwartet haette. Schade. Auf der anderen Seite freue ich mich zu sehen wer unerwartet regelmaessig mein Begleiter ist und moechte mich an dieser Stelle auch bei denen bedanken, die sich jetzt angesprochen fuehlen. Nun ja, soviel also zur aktuellen Gefuehlslage.

LG Amy

* sonnig, 26 Grad

Tag 30 - Unverhofft kommt oft

Hallo,

Der Tag begann sehr frueh. Um 5 Uhr klingelte der Wecker, da ich mich bereit erklaert meine Schwester zwar nicht zum Flughafen aber immerhin zum Flughafentransferbus zu begleiten. Alles klappte wunderbar und ich freute mich, dass ich noch 2 Stunden in mein Bettchen verschwindet konnte ehe der Wecker den Arbeitstag ankuendigte. Doch dann kam das bloese erwachen. Als ich aus meinem Schlaf wachgeruettelt wurde und die Nachricht auf meinem Telefon sah, dass meine Schwester wohl knapp die Check-in Zeit verpasste und nicht mehr mit der Maschine mitfliegen durfte. Dank der Grosszuegigkeit meines Chef durfte ich mir den heutigen Tag noch einmal frei nehmen und so konnten wir zu Zweit den unfreiwilligen Mehrtag in Irland nutzen. Unsere Tour fuehrte uns nach Howth. Ich glaube, dass war dann wirklich nocheinmal ein schoener Abschluss. Bei warmen und trockenen Wetter konnten wir unseren Spaziergang ueber die Insel geniessen. Auch das wir Robben im Hafenbecken beobachten konnten war nochmal ein kleines Highlight. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass diesmal alles mit dem umgebuchten Flug klappt, trat meine Schwester die erneute Reise zum Flughafen aeusserst frueh an. So blieb mir noch die wunderbare Zeit um meinen Schlafmangel ausgiebig entgegenzuwirken. Alles im allem hatte der unschoen begonnen Tag dann wohl doch noch fuer alle Beteiligten etwas Gutes. Den Besuch von zu Hause habe ich wirklich sehr genossen und moechte dafuer auch nochmal Danke sagen.



LG Amy

Tag 29 - Riverdance

Hallo.

Der Muskelkater ist ausgeblieben...na das ist ja schonmal was. Wenn man schonmal Besuch aus der Heimat hat will man ja mehr oder weniger auch zeigen wo genau man sich hier eigentlich die ganze Zeit befindet, auch wenn man eigentlich noch total ko vom letzten Tag ist. Also auf zum Meer. Nach einem Fußmarsch quer durch die Stadt war es dann erreicht. Aber wo war es? Richtig, in Dublin gibt es ja so etwas wie Ebbe und Flut. Bingo, Ebbe erwischt. Das Meer war lediglich am Horizont zu erahnen. Also Fußmarsch zurück Richtung Stadt. Dort waren wir sowieso mit einer meiner Mitbewohnerinnen verabredet. Sie hatte gestern im Auftrag und für uns Karten für eine Riverdance- Vorstellung besorgt.


Und weil wir ja scheinbar gerade sone Glückssträhne haben, wurden unsere Karten gleich mal beim Einlass geupgradet. So kam es das unsere 20€ Plätze von der letzten Reihe des Upper Circles in die 5. Reihe der Parterre verschoben wurden. Perfekte Sicht.






LG von Amy und Co

*sonnig, leicht bewölkt, 27 Grad

Tag 28 - Wicklow Mountains

Juhu Deutschland...

nicht nur das gestern das sogenannte Bergfest meines Dublinabenteuers war, heute wurde dies auch dem entsprechend zelebriert... mit einer Wandertour in den Wicklow Mountains.
Schon in der Vorbereitung dieses Ausfluges war uns klar, dass es ein anstrengender Tag werden würde. Die ausgesuchte Route kündigte sich mit einer Länge von ca 12km und einer Höhenüberwindung von 550m an. Die angepeilte Wanderdauer wurde mit ca 4,5 Stunden abgeschätzt. Mit diesem Vorwissen, wappneten wir uns für den Tag mit entsprechender Kleidung, einem guten Vorrat an Essen und dem Wetter entsprechend bester Laune. Der Tag begann früh und startet etwas holprig was die Anfahrt betraf. Durch Unwissenheit kauften wir uns falsche Zugticket, wurden erwischt und konnten Dank eines äußerst netten Kontrolleurs dann doch günstiger als gedacht unsere Reise fortsetzen. Schwein gehabt. 
Angekommen in Glendalough machten wir uns unverzüglich auf den Weg, schließlich musste eine gewisse Strecke auch in geplanter Zeit geschafft werden.

Blick am Startpunkt


Doch schon die erste Etappe unserer Wanderung zehrte an den Kräften. Ein schier unendlich langer Aufstieg über alte Eisenbahnbohlen ließ Stufe für Stufe unsere Kräfte schwinden. 


Gern hätte ich euch an dieser Stelle weitere Infos über die Anzahl der Stufen gegeben, aber leider hatte für diese Aufgabe keiner den Kopf. Die Hitze machte uns zu schaffen und ein Ende war ewig nicht in Sicht. Deprimierte Stimmung und erstes genörgel machte sich breit.


Der der erste Aussichtspunkt ließ die Abenteuerlust schnell wieder aufkommen. (Bei einigen zumindest).



Als sich jedoch bald darauf wieder weitere Höhenmeter ankündigten, kapitulierte der Erste und trat entmutigt und völlig erschöpft alleine den Rückweg in Richtung Tal an. Zu diesem Zeitpunkt war ledigdlich 1/4 des Weges geschafft, doch mit dem wissen das es für ihn jetzt auf jeden Fall nur noch Bergab gehen konnte, schritt der einsame Wanderer von Dannen. 


Doch auch unsere restliche Truppe wurde nach wenigen weiteren Minuten des Zähne zusammen beißens mit einem Sachten aber nicht zu unterschätzenden Abstieg belohnt. Über weite Wiesen und anschließend durch eine Steinwüste führte der teils abenteuerliche Weg. Erste Blasen an den Fußen und erschöpfte Beine kündigten sich an. Doch der Ausblick entschädigte für vieles.










Am verabredeten Strand trafen wir dann unseren alleinigen Rückkehrer wieder und nutzten die Zeit gleich einmal um unseren geschundenen Füßen eine Abkühlung und Pause zu gönnen. 



Am Startpunkt angekommen, und das auch noch komplett im Zeitplan, freuten wir uns dann alle auf die entspannte Heimfahrt in einem Bus. Blöd nur, dass dieser von uns vorher nicht gebucht war. So standen wir an der Haltestelle mit 1000... Anderen. Schnell war klar, dass es wohl knapp werden könnte dort noch einen Platz zu bekommen. Mit mehr Glück als Verstand bekamen wir dann tatsächlich noch die letzten 5 Plätze, genau so viele wie wir auch brauchten. Das 2. mal an diesem Tag hieß es: "Schwein gehabt".
Müde und kaputt lassen wir nun den Tag ausklingen, aber Stolz auf unsere heutige Leistung sind wir ALLE.

LG Amy

*sonnig, teils leicht bewölkt bei 26 Grad

Tag 27- Besuch aus der Heimat


Hallo Deutschland...

... nicht nur das heute der heißeste Tag ist den wir bis jetzt hier in Dublin erlebt haben, es ist auch noch Besuch aus der Heimat gekommen.
Mein Tag begann heute leichten Fußes, denn ich wusste ich werde heute nur einen halben Tag auf der Arbeit sein. Mein Chef war so gnädig mir zu genehmigen, dass ich an den letzten Tagen die Stunden für meinen heutigen freien Nachmittag vorarbeiten durfte. So machte ich mich mit meinem Kollegen gegen Mittag auf den Weg Richtung Flughafen. Seine Eltern und meine Schwester hatten sich für einen Wochenendbesuch angekündigt und wir wollten sie abholen. Genau hatten wir unseren Zeit- und Busplan die Woche über ausgetüftelt. Naja aber wie es dann immer so ist, der Bus kam nicht, und wir wären viel zu spät dran gewesen hätten wir weiter auf ihn gewartet. So kramten wir tief in unseren Taschen und legten jeder 7€ auf den Tisch um mit einem Direktbus zum Flughafen zu gelangen. Leicht nervös und in freudiger Erwartung empfing ich dann meine Schwester in der Ankunftshalle. Nachdem ich sie erst in mein Appartement brachte und wir uns für den weiteren Tag gestärkt hatten, machten wir uns in der brütenden Hitze zu einem kleinen Stadt- und Sightseeingbummel auf.


Entspannt lassen wir jetzt den Abend ausklingen. Ein aufregendes Wochenende steht noch vor uns.

LG diesmal von uns Beiden
Amy & Marlene

* 28 Grad, brütende Hitze, knalliger Sonnenschein und nicht mal eine frische Meeresbriese